Nach Angaben aus Griechenland warten rund 550.000 Migranten in Libyen auf eine Möglichkeit zur Überfahrt nach Europa. Damit droht auch immer Deutschland von einer neuen Migrantenwelle überrannt zu werden. Frontex-Vizechef Lars Gerdes warnte ausdrücklich: „Die nächste Krise wird kommen.“ Europa darf irreguläre Migration nicht erst dann bearbeiten, wenn sie bereits an europäischen Küsten angekommen ist. Wer Massenmigration aus Nordafrika tatsächlich begrenzen will, muss die Routen schließen, bevor Schleuser sie nutzen können. Jeder erfolgreiche Schleusertransport schafft neue Anreize, neue Nachfrage und neue Risiken.
Europa braucht endlich einen migrationspolitischen Kurswechsel. Frontex muss personell, technisch und rechtlich gestärkt werden. Küstenüberwachung, Drohnen, Aufklärung, Kooperation mit Herkunfts- und Transitstaaten sowie konsequente Rückführungen müssen ineinandergreifen. Die Bürger erwarten zu Recht, dass Politik Ordnung schafft. Kommunen, Schulen, Wohnungsmarkt, Polizei und Sozialstaat sind bereits heute stark belastet. Eine neue unkontrollierte Migrationswelle würde diese Spannungen nur weiter verschärfen.