Paris hat erneut gezeigt, wie dünn die Schicht öffentlicher Ordnung in Teilen westlicher Metropolen geworden ist.
Was als Sportereignis begann, endete in brennenden Autos, zerstörten Geschäften, Angriffen auf Einsatzkräfte und hunderten Festnahmen. Wer diese Bilder, wie die Tagesschau, immer noch als „ausgelassene Feier“ verniedlicht, verschließt bewusst die Augen vor dem tieferliegenden Problem einer dysfunktionalen, multikulturellen Gesellschaft.
Die liberalisierte Staatsbürgernation versprach, dass sich Herkunft, Kultur und Identität im republikanischen Rahmen von selbst auflösen würden. Doch die Realität sieht anders aus. Parallelmilieus, Entfremdung, Gewalt gegen Polizei und demonstrative Verachtung gegenüber öffentlicher Ordnung zeigen, dass Integration nicht durch Passvergabe, Sozialprogramme und wohlmeinende Sonntagsreden entsteht. Die Ausschreitungen nach dem PSG-Sieg zeigen, was passiert, wenn Parallelgesellschaften wachsen, ohne dass Politik und Medien die Konsequenzen ehrlich benennen wollen. Aus einer Lebenslüge wird dann eine Straßenschlacht.
Aus Multikulturalismus wird kein harmonisches Miteinander, sondern ein Nebeneinander, das bei der ersten Gelegenheit eskalieren kann.
Man muss endlich aussprechen dürfen, dass unkontrollierte Einwanderung, kulturelle Entwurzelung und staatliche Nachgiebigkeit eine gefährliche Mischung ergeben. Paris ist der Vorbote einer gesamteuropäischen Entwicklung. Die Frage ist nicht, ob Deutschland solche Szenen erleben könnte, sondern, ob wir noch rechtzeitig bereit sind, die politischen Entscheidungen zu treffen, die sie verhindern: konsequenter Grenzschutz, Rückführung von Straftätern, Schutz des öffentlichen Raums und den Mut, Integration auch endlich als Frage der sozialen und kulturellen Belastungsfähigkeit zu stellen.