Die produktive Basis unserer Wirtschaft schrumpft

Der öffentliche Sektor wächst, während die produktive Basis der Volkswirtschaft erodiert. In den vergangenen Jahren ist die Beschäftigung im öffentlichen Dienst deutlich ausgeweitet worden, insbesondere in Verwaltung, Erziehung und staatsnahen Dienstleistungen. Gleichzeitig schrumpft die Zahl der Erwerbstätigen in der Privatwirtschaft – vor allem im industriellen Kernbereich. Allein im produzierenden Gewerbe gingen zuletzt zehntausende Arbeitsplätze verloren, während der Staatsapparat weiter anwuchs.

Diese Asymmetrie ist kein nachhaltiges Modell. Denn Wertschöpfung entsteht primär dort, wo Güter produziert, Dienstleistungen am Markt erbracht und Innovationen entwickelt werden – nicht in der Verwaltung ihrer Folgen. Ein wachsender Staat kann dauerhaft nur so groß sein wie die wirtschaftliche Leistung, die ihn finanziert. Wenn sich diese Balance verschiebt, gerät das gesamte System unter Druck. Höhere Abgaben, steigende Schulden oder ein schleichender Verlust an Wettbewerbsfähigkeit sind die logische Folge.

Auch wenn die Notwendigkeit öffentlicher Leistungen unbestritten ist, ist eine ehrliche Debatte längst überfällig. Nicht mehr Staat, sondern mehr produktive Substanz entscheidet über Zukunftsfähigkeit, soziale Sicherheit und wirtschaftliche Souveränität.

Im Auftrag für unser Land und die Zukunft unserer Kinder.